Familie Konau

Die Konaus aus Pommoissel und der Kirchgemeinde Neu Darchau

Die Verbindung der Familie Konau zur Familie Blum ergibt sich über die Ehefrau von Klaus Angela Blum geb. Konau.

Ältester Vorfahre Konau

Leider konnten wir bisher den Vornamen unseres ältesten Vorfahren der Familie Konau noch nicht erforschen, aber wissen, dass er in Klein Sommerbeck (Dahlenburg) um 1670 geboren wurde. Er heiratete eine Frau mit dem Vornamen Margrete und zwar im Jahre 1701.

Hans Diederich Konau

Auch er wurde in Klein Sommerbeck geboren, und zwar 1706. Vermählt hat er sich am 30.10.1738 mit Marie Burmester.

Nicolaus Hinrich Konau

Ein interessanter neuer Vorname läuft uns an dieser Stelle über den Weg. Nicolaus Hinrich wurde 1752 in Klein Sommerbeck geboren. Seine Trauung mit Maria Gerken fand am 17.11.1780 statt. Verstorben ist er nach 1809 und zwar in Pommoissel, und damit ist er auch der Begründer der Konau-Linie in diesem Ort.

 Jürgen Christoph Konau

Geboren 1781 in  Pommoissel wurde er in Nahrendorf getauft, wo er später auch seine „Liebe“ Margaretha Sauk(e) 1809 in der Kirche zur Frau nahm. Noch heute dürften in dem Eckhaus in Pommoissel Nachfahren der Familie wohnen.

Heinrich Christoph Konau

Er wurde 1825 in Pommoissel geboren und hat hier seine Kindheit verbracht. Auch seine erste Stellung als Dienstknecht war zumindest bis 1865 in diesem Dorf. Später wird er als Häusling in Neu Darchau in den Registern geführt. Damit ist er der erste direkte Vorfahre von Angela Konau, der diesen Namen in das auch heute noch von der Familie Konau bewohnte Dorf trägt. Er heiratete in der damaligen Kirche zu Drethem am 20.01.1865 Johanna Margaretha Dorothea Backhaus. Zu dieser Zeit gab es in Neu Darchau noch keine Kirche. Nach derzeit vorliegenden Informationen müssen wir davon ausgehen, dass Heinrich Christoph Konau vor 1919 vermutlich in Neu Darchau verstorben ist.

Seine Frau kam aus der Stadt Lüneburg. Sie lebten gemeinsam im kleinen Nachbardörfchen Klein Kühren. Nach dem Tode Ihres Mannes blieb sie als Wittwe vermutlich zunächst in diesem Dorfteil. Durch Umsiedlung aus nicht bekanntlichen Gründen ist sie später 1919 in Neu Darchau im stolzen Alter von 81 Jahren verstorben.

Das Ehepaar Konau hatte insgesamt mindestens drei Kinder. Über den Erstgeborenen Karl Heinrich Wilhelm Hermann (*1865) und die Letztgeborene Alwine Maria Berta (*1874) ist noch nichts weiter bekannt, so dass wir davon ausgehen, dass sie beide im Kindesalter gestorben sind.

Das zweite Kind Johann Heinrich Wilhelm Hermann wurde 1867 geboren und am 24.06.1867 in der dann schon bestehenden Kirche zu Neu Darchau getauft. Dabei waren seine Paten Johann Heinrich Soltau aus dem benachbarten Katemin, der Häusling Wilhelm Heinrich Soltmann und der Anbauer Adolf Friedrich Wilhelm Meyer aus Neu Darchau. Der Täufling wird eine kräftige Statur entwickelt haben, denn beruflich schlug er die Richtung des Arbeitsmannes bzw. Arbeiters ein. Er bliebt aber stets in heimatlichen Gefilden in Neu Darchau. In den 20er Jahren hat er sich vermutlich auch aus finanziellen Gründen für eine Schiffertätigkeit entschieden. Dies war in Neu Darchau, welches an der Elbe liegt, keine Seltenheit. Leider verstarb „Johann“ Konau bereits früh am 26.05.1926 in Ausübung seiner vermutlich beliebten beruflichen Tätigkeit durch ein Unglück und ist im Hafenbecken von Hamburg ertrunken. Er wurde auf dem Friedhof in Neu Darchau am 06.06.1926 beigesetzt.

Er erbaute für seine Frau Marie Elisa Alwine Gehr und seine Familie das unten abgebildete Haus in Neu Darchau.

Konau Haus (Mitte)

Seine Frau war als Dienstmagd tätig. Sie heirateten 1898 in der Barendorfer Kirche. Sie war eine hochbegabte Köchin und stellte ihre Künste sogar in den Dienst von Kaiser Wilhelm dem II. Dieser residierte zu jener Zeit im Jagdschloss zu Göhrde.

Johann Heinrich Wilhelm Hermann Konau und Marie Elisa Alwine Gehr (ca. 1925)

Sie kam aus Mützingen und wurde 1877 geboren. Nach einem offensichtlich interessanten Leben ist sie 1962 im Kreiskrankenhaus Dannenberg verstorben. Im gleichen Jahr hatte die ganze Bevölkerung des Elbegebietes schwere Monate durch die große Sturmflut hinter sich und es waren viele Todesfälle zu beklagen.

Die Eheleute hatten sich gemeinsam zu jener Zeit das oben abgebildete Haus in Neu Darchau an der Ecke Hauptstr./Elbuferstr. erbaut.

Willi Christoph Heinrich Konau

Willi als Ihr einiger Sohn kam genau zur Jahrhundertwende und zwar am 04.01.1900 auch in Neu Darchau zur Welt.

Doch dies war nicht das einzige besondere Erlebnis an diesem Tage. Auch der deutsche Reichspostdampfer „General“ kam unter die nähere Lupe und wurde von britischen Soldaten untersucht. Gesucht wurden illegale Waffenlieferungen für den Burenkrieg in Südafrika. Fündig wurde man wohl nicht.

Er erlernte ebenfalls, wie es in der Familie schon Tradition war, den Beruf des Schiffers in Neu Darchau. Bis in die 1950er Jahre hinein fuhr er auf einer Schute, einem kleinen offenen Frachtboot (siehe auch diese Bilder aus dem Hamburger Hafen).

Da es zunehmend auch schwerer war, in der Schifffahrt ein Auskommen zu finden, die Energiebranche, inbesondere das neu gebaute Kraftwerk der HEW in Alt Garge aber Arbeitskräfte suchte, nahm Willi  nach dem Weltkrieg seine Tätigkeit dort auf. Zunächst war er als Kohlenarbeiter, später als Pförtner tätig. Nach einem langen arbeitsreichen Leben wechselte er dann in den Ruhestand.

Er war ein sehr ruhiger ausgeglichener Mensch, dem das Zigarrenrauchen stets ein paar schöne ruhige Minuten bereiteten. Auf seinem Bauch sassen und schliefen gerne die Katzen des Hauses. Das Sofa in der Küche war hierfür exzellent geeignet. Zu jener Zeit war es noch nicht üblich bzw. finanziell leistbar, einen Autoführerschein geschweige denn ein Auto zu besitzen. Insofern hat Willi stets zum Fahrrad gegriffen oder zu Fuß seinen Weg genommen, evtl. ist er aber auch Motorrad gefahren. „Mensch ärgere dich nicht“ gehörte zu seinen bevorzugten Spielen, da nahm er es mit der Ehrlichkeit aber auch nicht immer ernst und konnte den Verlauf zu seinen Gunsten nicht nur einmal beeinflussen, so die Aussagen seiner Enkel. Er erbte das Haus seiner Eltern und wohnte dort mit seiner ersten Frau Gertrud Christine Dorothea Daus, einer Haustochter aus Neu Darchau. Sie war eine liebenswerte Frau und 1908 auch in Neu Darchau geboren. Aufgrund der Ortsgröße war es nicht schwer, sich nahezu täglich über den Weg zu laufen und so heirateten die beiden vermutlich in der Kirche Bahrendorf im Winter am 09.02.1929. Leider stand den beiden kein langes gemeinsames Glück zur Seite, sie starb viel zu früh noch vor Kriegsbeginn 1937 nach einer schweren Lungenentzündung bzw. Problemen mit dem Herzen.

Wilhelm August Christoph Konau

Willi Christoph Heinrich Konau und Gertrud Christine Dorothea Daus

Erfreulicherweise brachten sie zusammen noch drei gesunde Kinder zur Welt. Willi Konau entschied sich aber, vermutlich 1938 ein zweites Mal zu heiraten. Else geb. Meyer kam nicht aus dem Orte sondern aus Klein Heide, wo sie 1911 geboren wurde. Auch den beiden war es vergönnt, zwei weitere Kinder zur Welt zu bringen. Diese bzw. deren weitere Nachfahren leben in der Nähe Pinnebergs, Hamburgs und Bremerhaven.

Willi und Else Konau

Als Ältester Sohn der Eheleute Willi und Gertrud Konau wurde Wilhelm August Christoph Konau am 15.07.1929 in Neu-Darchau geboren, fand aber leider das auch in dieser Zeit nicht selten anzutreffende Schicksal eines Kindtodes am 17.07.1929. Die Beisetzung fand aus bekannten Gründen sehr schnell in Neu Darchau am 20.07.1929 in großer Trauer statt.

Willi und Gertrud ließen sich nicht entmutigen und fanden das Glück bereits am 22.03.1931 mit der Geburt von Willi Konau (jr.) wieder.

Willi Konau

Er wählt später den interessanten Beruf des Sattlers und lernte hierzu in dem etwas weiter entfernten Ort Nahrendorf, kam damit aber der vermutlichen Urzelle der Konaus in Pommoissel sehr nahe. Doch er arbeitete direkt nach der Ausbildung zunächst im Zirkus Belli in Neetze und später in fester Stellung bei der HEW (Hamburger Elektrizitätswerke) Hamburg. Stets auf Reisen war er u.a. auch mit seinem Bruder Günter in der Nähe von Koblenz, um dort zu arbeiten. Seine 1956 geheiratete Ehefrau lebt heute noch mit ihren Kindern Neu Darchau.

Günter Werner Walter Konau

Günter Konau, Vater von Angela, die Ehefrau des Mitautors, erblickte als zweiter Sohn einige Jahre vor der großen Katastrophe des zweiten Weltkriegs in Neu Darchau (Taufe in der Kirche Bahrendorf) das Licht der Welt. Seine Schulzeit mit entsprechendem Volkshochschulabschluss hat er in Neuhaus absolviert.

Im unteren Foto ist er vermutlich im Alter von ca. 3 Jahren links zu sehen.

Günter Konau, ca. 3 Jahre
Günter Konau, ca. 25 Jahre

Zunächst lernte er Tischler bei der Fa. Albrick in Neu Darchau. Später war er bei der Tischlerei von Wilhelm Daus in Neu Darchau (Danach Malerei Ton) beschäftigt. In den Jahren 1955 -1958 war Günter zwischendurch noch einige Zeit in einer großen Bimsstein-Firma in Koblenz tätig, ist dann aber verantwortungsvoll wegen der notwendig gewordenen Pflege seines Großvaters August Daus, nach Neu Darchau zurückgekommen. Die Aussicht auf ein gesichertes Einkommen bei dem möglich gewordenen Eintritt in den Beamtendienst der Post spielte sicher bei dem nächsten beruflichen Schritt eine wichtige Rolle. Und wieso nicht gleich den Arbeitgeber ins Haus holen, entschieden sich die Eheleute Konau ca. 1960 dazu, die Postfiliale in einem kleinen Anbau neben ihrem selbst bewohnten Haus in Neu Darchau in der Hauptstr. 50 zu eröffnen. Im ersten Stock des Haupthauses wohnten die Tante Günters – Dora Daus mit ihrem Ehemann Wilhelm Schuldt. Sie waren kinderlos. Über viele Jahre wohnten die beiden Familien gemeinsam unter einem Dach. Nach der Rückkehr seines beruflich bedingten Aufenthaltes in Koblenz ging auch Günter etwa 1957 zunächst einer beruflichen Tätigkeit im neuen Kraftwerk der HEW bis 1960 in Alt Garge nach.

Er hat seine grosse Liebe Erika Bleyer, die zu jener Zeit als Hauswirtschafterin arbeitete, 1957 geheiratet.

Ein grosses Fest wurde gefeiert und alle Familienangehörigen und sonstige Bekannte und Freunde, die sich den beiden verbunden fühlten, waren dabei, wie wir auf dem anliegenden Foto sehen können:

Hochzeitsgesellschaft Günter Konau und Erika Bleyer (1957)

Sie konnte nach ihrer Hochzeit zusammen mit ihrem Mann drei gesunde Kinder zur Welt bringen und das zwischen 1905 und 1908 von August Johann Diedrich Daus und Anna Gehrke gebaute Haus in der Hauptstr. in Neu Darchau zunächst im Erdgeschoss beziehen, um entsprechend bei der Pflege der Eigentümer behilflich zu sein.

Günter Konau Haus Hauptstrasse (ca. 1970er Jahre)

Nach zwei Söhnen Thomas (*1960) und Andreas (*1964) haben sie noch eine Tochter namens Angela (*1970) geboren. Sie hatte eine glückliche Kindheit und war stolz auf ihre beiden Brüder, gaben sie ihr doch auch die Möglichkeit, mit ihnen zusammen auszugehen und als „große“ Brüder stets an ihrer Seite zu sein. In ihrer Kindheit hat sie leidenschaftlich und auch mit Erfolg die Ballettschule besucht. Auch Handball zählte bis ins Alter von 35 zu ihren Hobbys. Das Familienleben war ohnehin stark vom Sport (Hand-/Fussball) geprägt. Musikalisch war Angela bei „Jugend musiziert“ mit ihrer Gitarre über viele Jahre aktiv. 2010 heiratete sie ihren langjährigen Lebensgefährten Klaus Blum (Mitautor).

Sie haben zwei Töchter: Lischka und Jorina.

Beide bilden zusammen mit ihren Cousins Jan Marco Blum und Jack Bremer die Ausgangspersonen der Familienforschung von Wolfgang und Klaus Blum, die sich mit diesem Hobby seit etwa 2008 beschäftigen.