Mitbegründung der Tochterkolonie Eigenheim durch Johannes und Karl Blum

1.) Johannes und Christine Blum geb. Janke und Karl und Elisabeth Blum geb. Rösner

1861 wurde die Tochterkolonie Eigenheim u.a. von den Brüdern Karl und Johannes Blum gegründet. Nach den gemeinsamen Vorbereitungen mit den Nachbarn und weiteren Familienangehörigen holte sie ihre Familien 1862 aus dem bisherigen Wohnort Plotzk in ihre neue Heimat. Inbesondere die umfänglich Familiengeschichte bzw. die Nachfahren des Johannes Blum lohnt einen tieferen Einblick.

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Johannes und Christine Blum

Sie bekamen insgesamt zusammen zehn Kinder, wovon der grössere Teil Eigenheim in verschiedenste Richtungen verlassen haben. Ihre Nachfahren finden wir heute weit verstreut auf der Welt, denn die Enkel und Urenkel lebten und leben u.a. in Russland, Mexiko, Australien, den USA, den Niederlanden und in Deutschland.

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Mit 100 Desjatinen begang für die Familie Blum in Eigenheim eine erfolgreiche Landwirtschaft. Sie waren zurecht stolz auf ihre neu geschaffene Hofstelle. Der gesundheitliche Zustand des Familienvaters erforderte jedoch früh die volle Mitarbeit der Söhne, insbesondere nach der Auswanderung des „Ältesten“ – Andreas (*1861)- in die USA, war hier Johannes (1878 – 1967) gefordert. Zugute kam diesem ein sog. „Freilos“, dass ihn vom wenig beliebten Militärdienst befreite.

Johannes und Sophie Blum geb. Lehr (01. Ehefrau)

Johannes vermählte sich 1901 mit der aus dem gleichen Dorf stammenden Sophie Lehr. Zur Gründung einer eigenen zusätzlichen Hofstelle zogen sie in die Nachbarkolonie Seimeny. Dort hatte der Vater Johannes Blum sen. dem Sohn Johannes Blum jr. 50 Deßjatinen übertragen. Ihre harte Arbeit wurde belohnt und so konnte die Familie ihren Landbesitz auf über 130 Desjatinen ausdehnen.

Sophies Tod im Jahre 1908 unterbrach diese gute Entwicklung abrupt. So viele kleine Kinder und eine grosse Landwirtschaft stellten den Hausvater vor schier unlösbare Aufgaben.

Johannes und Katharina Blum geb. Diehl (2. Ehefrau)

Aber er fand mit Katharina Diehl aus Grossliebental eine neue Ehefrau und „Mutter“ für seine Kinder. Und nicht nur das, sie musste auch der Abenteuerlust des Johann Blum „folgen“.

Er muss wohl ein unruhiger Geist gewesen sein. Er verkaufte die Hofstelle in Seimeny (Bessarabien). Ihn zog es mit seiner Familie noch weiter in den Osten in den Kaukasus.