Vreschen-Bokel (Bauerschaft)

Vreschen-Bokel lag direkt an der oben erwähnten wichtigen Handelsroute und war auch von daher aus militärischen Gründen stets von besonderer Bedeutung. Es gab einige Truppen, die hier vorbei- und durchzogen. Erste Besiedlungen dürften sich auch hier zwischen 800 und 1200 n.Chr. vollzogen haben. Kurze Zeit später wurde der Ort auch unter dem Namen „Bocklo“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Lage auf dem Apener Geestrand dürfte hier die ausschlaggebende Rolle gespielt haben. Erst im Verlaufe des 14. Jahrhunderts wurde Vreschen-Bokel von Ostfriesland dem Oldenburgischen zugeordnet. Die hier vorhandene Kapelle wurde 1456 errichtet. Der Wortteil „Bokel“ im Ortsnamen beschreibt eine kleine eingefriedete Siedlung in einem Waldgebiet. 1933 wurde der Name durch eine Gebiets- und Verwaltungsreform um den Teil „Vreschen“ ergänzt, weil es vermutlich häufiger zu Verwechslungen mit dem Ort Bokel in der Gemeinde Wiefelstede gekommen ist. Bereits sehr früh bekam das Dorf 1644/1645 eine Schule, die bis 1972 genutzt wurde. Von den im Mannzahlregister von 1581 erwähnten acht Hausleuten und vier Kötern sind Oltmann Willeken, Johan Boyken, Heinrich Sleuter (Schlüter) unsere direkten Urahnen.