Alle Beiträge von Klaus Blum

Öffentliche Bereitstellung unserer Familiendatenbank

Wir haben uns nach einigen Überlegungen und Tests dazu entschieden, sukzessive die Informationen aus unserer Familiendatenbank auch anderen Hobbygenealogen auf einfache Art zur Verfügung zu stellen. Die Wahl ist auf den kostenlosen Anbieter Familysearch gefallen. Ihr könnt Euch dort ganz einfach unkompliziert anmelden und habt dann den entsprechenden Zugriff zu dem sog. Weltstammbaum (über 1,2 Mrd. Personen). Dies ist ein Stammbaum, an dem über die ganze Welt verteilt, extrem viele Familienforscher Daten erfassen, hochladen und ergänzen bzw. korrigieren. Ein wahrer Fundus für jeden Hobbyforscher. Neben der eigenen Pflege unserer Daten auf unseren Rechnern ist dies eine gute Möglichkeit der Zusammenarbeit. Eine besonders gute Erklärung dazu liefert Georg Palmüller auf Youtube. Wer eine generelle Erklärung zu Familisearch möchte klickt einfach hier.

Inzwischen sind etwa 30 % unserer rd. 18.000 vorhandenen Personen veröffentlicht. Teilweise haben wir auch bereits Fotos hinzugefügt. Der Ausgangspunkt ist einer der beiden Autoren Klaus Blum. Der Schwerpunkt der dort bereitgestellten Daten liegt derzeit auf den Ahnen bzw. den Vorfahren der Familien Blum, Zabel, Konau, Bleyer, Hoting, Schenkel. Jeweiliger Ausgangspunkt der Verlinkung ist der uns am nächsten gelegene Vorfahre.

Daneben sind auch diverse Stammdaten (d.h. Nachfahren) unserer bisher ältesteten Vorfahren der Familien Blum (z.B. ca. 2.500 Personen) mit Ursprung in Baden Württemberg, Meiners und Wardenburg (z.B. ca. 500 Personen) aus dem Ammerland bzw. Barßel bzw. dem Oldenburger Land, Konau aus der Nähe von Lüneburg und Hoting (z.B. ca. 800 Personen) aus dem Ammerland sichtbar. Wir möchten nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass wir bei unseren Forschungen auch von anderen Hobbygenealogen sehr gut unterstützt wurden. Dafür sind wir sehr dankbar. Sie sind unter der Rubrik Quellen genannt. Wir laden Euch herzlich zum bilateralem Austausch ein.

Schulsport in den 1920er Jahren

So sah der Schulsport in den 1920er Jahren einmal aus. Im Wesentlichen spielte sich das Ganze wohl draussen in der Natur ab. Die vierte Person von links (stehend) ist der Urgrossvater unserer Töchter Edwin Heinrich Bleyer (1915-1998).

Verwandtschaft in der Dobrudscha? Wo liegt das?

Von einigen Monaten staunte ich nicht schlecht. Auch in der Dobrudscha haben wir Spuren hinterlassen? Bisher war mir dieser Landstrich völlig unbekannt. Klar, den Namen hatte ich auch schon mal gehört, aber erklären, wo das liegt… nein das konnte ich nicht.

Die Dobrudscha geht aus der geschichtlichen Betrachtung im Südosten Europas hervor. Es grenzt an das schwarze Meer. Die Region liegt im äussersten Nordosten des heutigen Bulgariens sowie dem äussersten Südosten vom heutigen Rumänien. Landschaftlich finden wir hier ähnlich des Südens in Bessarabien überwiegend eine Steppe. Auch hier wechselten sich über die Jahrhunderte verschiedenste Völker bei der Macht ab. Durch den Berliner Vertrag kam 1878 der grösste nördliche Teil zum heutigem Rumänien. Im Süden war dies nach einigen Jahrzehnten unter der bulgarischen Führung 1918 ebenfalls der Fall, wurde 1940 aber wieder rückgängig gemacht.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts kamen auch viele deutsche Kolonisten insbesondere aus dem benachbarten Bessarabien und der Cherson in diese Gegend. Und das Spannende daran… es waren auch einige aus unserer Familie dabei. Inbesondere in den Orten Kobanin und Sofular haben sie massgeblich als Kolonisten ihre Spuren hinterlassen. Und hier ist die ganze Geschichte dazu nachzulesen.

Die Auswanderung

Oftmals wird ja auch über die Generationen hinweg von dem „Onkel Bill“ in Amerika oder „Onkel Piotr in Polen oder Russland“ erzählt. Wer einmal mit der Familienforschung angefangen hat, der wird das kennen. Irgendwann fragt man sich, ob nicht doch auch von der eigenen Familie da mal einer den ganz grossen Sprung der Auswanderung gewagt hat.

Bei unserer Forschung haben wir uns anfänglich wegen der vielen Fälle und der direkten Linie eher den Auswanderungslinien nach Westpreussen (heutiges Polen), Bessarabien (heutige Ukraine) oder auch den Kaukasus gewidmet. Inzwischen blicken wir auf „Verwandtschaft“ in fast allen Erdteilen. Und ein ganz besonders ausdrucksvolles Foto haben wir von unserem Familienforscherfreund Werner Blum zur Verfügung gestellt bekommen. Es zeigt Andrew Jacob Blum (1888-1929) und Heghorn Bill ca. 1915. Unser Verwandter ist bedingt durch die Auswanderung seiner Eltern in Menno (South Dakota) geboren. Nach seiner Vermählung mit Blanche Eva Logpre zog es die beiden Kanada (Mankota, Saskatchewan).

Wer noch Lust hat, schaut sich die Details zu manch einer Auswanderergeschichte in unserer Familie auf unserer Homepage an.

Die Ungewissheit ist das „Schlimmste“

Wer hat diesen Satz nicht schon einmal innerhalb von Gesprächen in seiner Familie gehört. Die Weltkriege haben nicht nur Tod und Elend gebracht. Oftmals blieben die Angehörigen zu Haus im Umgewissen, was mit ihren Vätern und Söhnen im Krieg geschah. Die letzte Hoffnung war oft nur die Suche über die staatlichen Stellen, u.a. das DRK. So sah es damals aus.

Viele Jahre wandte sich die Familien Blum immer wieder aufs Neue an das DRK. Doch die lang ersehnte Nachricht liess auf sich warten. Selbst, wenn man wüsste, dass derjenige gefallen war, so war diese Information, beruhigender als diese Ungewissheit. So, zumindest der O-Ton vieler Befragten. Und das Gegenstück der Suche des in diesem Fall in russischer Kriegsgefangenschaft befindlichen Ewald Blum sah folgendermassen aus.


Leider nahm dieses Schicksal keinen guten Verlauf. Beide Suchkarten erreichten erst sehr viel später die Familie Blum in Vaihingen. Und auch erst viele viele Jahre nach dem Ende des Weltkriegs bekam die Familie Blum die Gewissheit, dass ihr Sohn und Bruder in Gefangenschaft verstorben ist. Er wurde bei der Zwangsarbeit in einem Kohlebergwerk verschüttet. Die letzten Informationen stammen aus einem herzergreifenden Brief eines Mitgefangenen aus Gr. Schönebeck. Sie waren zusammen im Lager Nr. 144/4 im Dombas. Das Schrecklichste ist, dass der Sohn Ewald trotz aller Bemühungen keine Anschrift seiner Familie während seiner Gefangenschaft erhalten hat. So kam auch leider Lebenszeichen bei seinen Liebsten an.

Wenn Häuser ihre Geschichte erzählen…

Auch dieses Foto kam erst nach vielen Jahren aus der jahrelang auf dem Dachboden „verschollenen“ Holzkiste meines Onkels. Nicht nur, dass es m.E. auch wegen der auf dem HOf laufenden Tiere eine besondere Ausstrahlung hat, wie ich finde, nein es trägt auch noch eine besondere Geschichte in sich. Hier wurde meine Oma „Anni“ Hoting als jüngstes Kind meiner Urgrosseltern Gerhard und Anna Marie Hoting geb. Schedemann geboren. Die kleine Köterstelle wurde von ihrem Grossvater hier auf der Grenze zwischen Wester- und Osterscheps gegründet. Sie dürfte etwa dort, wo heute die Baumschule Oltmanns besteht, gelegen haben.

Fotos erhalten unsere Erinnerungen

Es ist immer wieder eine Freude, alte Fotos in Händen zu halten und zu „studieren“. Und noch schöner, wenn diese ausdrucksvoll sind und wir wissen, wer uns da anblickt. Aber auch um den Ort und die Umgebung zu wissen, ist von grossem Wert. Ein wirklich tolles sehr altes Bild, aufgenommen etwa 1913 , zeigt rechts die viel zu früh verstorbene Grossmutter meiner Frau Angela.

Gertrud Christine Dorothea Daus (1908-1937)

Sie wuchs als jüngste von drei Schwestern bei ihren Eltern August Johann Dietrich und Anna Maria Elisabeth Daus in Neu Darchau auf. Sie starb infolge eines Herzleidens an einer Lungenentzündung, da war mein Schwiegervater Günter Konau gerade erst drei Jahre alt.

Wappen oder Hausmarke?

Wer hätte nicht gerne auch ein altes Familienwappen. Die Forschung i.S. Wappen ist eine ganz eigene „Liga“, in der ich bisher noch nicht wirklich mitspiele. Aber muss es immer gleich ein Wappen sein? Als die Menschen früher noch nicht schreiben konnten, hatten sie in den Dörfern eine andere Möglichkeit, ihre Spuren zu hinterlassen. Sie legten sich einfach eine Hausmarke zu. Dieses Zeichen wandten sie auf Urkunden in Grundstückkäufen/Urkunden oder an den Kirchstühlen in den Kirchen an. So war die Sitzordnung eindeutig geregelt. Aber auch auf den Grabsteinen begegnen wir diesen Zeichen. Die Hausmarken dieser Region im Oldenburger Land wurden in einer umfänglichen Arbeit zusammengetragen und stehen sogar öffentlich zur Verfügung. Vielen Dank an Andrea Korbanka.

Wir blicken auch auf viele Hausmarken innerhalb unserer Familie zurück. Unser direkter Vorfahr Hinrich Wardenburg (1610-1669), der als Gefreiter auf der Nordloher Schanze (Burg) seinen Dienst verrichtete, zeichnet mit folgender Hausmarke.

Der Reiz der Ahnenforschung (2)

In meinem letzten Blog habe ich von einem Gesellschaftsfoto berichtet, dessen Herkunft zwar bekannt, die abgebildeten Personen aber unbestimmt für uns waren. Wir haben diese tolle Aufnahme schon viele Jahre im Archiv. Nach vielen Jahren der weiteren Recherche sind wir endlich einen Schritt weitergekommen. Als guter Familienforscher darf man bei den Fragen im Familienkreise nicht nachlassen. So habe ich meinen lieben Onkel Walter aus Lohorst immer wieder genervt, ob sie nicht doch irgendwelche alten Fotos oder Unterlagen zur Familie haben. Schliesslich lebt er doch heute noch auf dem Hof meines Opas Johann Meiners. Und dann die Überraschung. Kaum vorstellbar, aber 2018 dann dieser besondere Moment. Nach mehreren Besuchen kam Onkel Walter unvorgesehen mit der oft zitierten Holzkiste vom Dachboden auf mich zu. Die Öffnung kam mir vor wie ein echter Schatz, den man ewig nicht gesehen hatte. Der Inhalt liess mich über beide Ohren lächeln. Viele, viele alte Fotos und anderen spannende Unterlagen zu meiner bzw. unserer Familie. Freundlicherweise überliess mir mein Onkel diese leihweise zum Scannen. U.a. fand ich nachfolgendes Foto:

Schaut selbst, Ihr werdet hoffentlich genau das Gleiche feststellen, wie ich zu Hause in Ruhe vor dem PC. Genau, die rechte Dame ist auch auf dem Gesellschaftsfoto zu identifizieren. Und da mein Opa Johann Meiners ja auch in Hengstforderfeld geboren wurde, mussten diese Fotos doch irgendetwas miteinander zu tun haben. Und bei der Frau musste es sich um eine Verbindung zur Familie Meiners handeln.

Weitere Recherchen in den nächsten Monaten auch bei anderen Verwandten führten dann zum ersehnten Teilergebnis. Die Dame ist meine Ururgrossmutter Margarethe Vohlken (1862-1932). Sie war die Ehefrau des bereits in einem vorigen Blog erwähnten Johann Meiners (100 Jähriger).

Und heute ergab sich dann noch eine ganz besondere Wendung, als ich zu dem Foto dank des letzten Blogs angesprochen wurde. Aber lest selbst in wenigen Tagen weiter…

Der Reiz der Ahnenforschung (1)

Lange Jahre hatte ich das Vergnügen oder auch die Herausforderung das nachfolgende (Silber-)hochzeitsfoto als Kopie von dem Cousin meiner Mutter – Alfred Meiners -zur Verfügung gestellt bekommen zu haben. Er erklärte mir, dass dieses Foto aus seinem Elternhaus (meinem Urgrosselternhaus in Hengstforderfeld) stammt. Aber er wusste leider nicht, welche Personen hier abgebildet sind bzw. um welche Feier es sich handelt. Kein Einzelschicksal, das gibt es in allen Familien. Das Rätsel ist bis heute nicht gelöst, aber wir haben immerhin schon eine Vermutung. Aber unabhängig davon kam es viele Jahre später zu einer grossen Überraschung. Lest selbst im nächsten Blog….