Archiv der Kategorie: Uncategorized

Eine wahre Reise auf den Spuren der Ahnen

2019 unternahmen wir eine Reise nach Odessa. Und dankenswerterweise hatte unsere Gruppe auch Lust mit mir den Ort Plotzk ( Plozk) zu besuchen. Mit Hilfe eines Geschäftsfreundes konnten wir einen Mietwagen und Dolmetscher engagieren. Auf gings, zunächst kamen wir auch recht zügig voran. Wir fragten uns, warum Google-Maps doch so eine lange Anreisezeit (Über drei Stunden für 170 KM) versprach. Eine kurze Nachfrage beim Dolmetscher. Die Antwort: „..ein wenig Geduld…“. Und dann ging es los. Wir mussten von der Strasse, die wirklich grosse Schlaglöcher aufwiess und die Autos weit in der Ferne zu einem Fahrstil animierte, der jedem „vollalkolisierten Autofahrer“ Konkurrenz macht, abfahren. „Ah, dachten wir, jetzt wird nen Schuh draus“. Und nun ging es auf einer echen Sandpiste über viele Kilometer weiter. Ein kurzer Stop in Sarate und Arzis und dann endlich angekommen in Plotzk. Dort erkundeten wir zunächst das Dorf, die nähere Umgebung incl. des alten deutschen Friedhofs. Aber der Höhepunkt und in bleibender Erinnerung ist uns die Einladung der Schwestern geblieben, die einen der beiden ehemaligen Blumenhöfe (Von der Familie Daniel Blum) heute bewohnen. Wir durften uns frei bewegen und wurden dann zum Schluss sogar noch in den Weinkeller zur Verkostung eingeladen. Ganz grossartig diese Begegnung. Vielen Dank. Weitere Fotos sind auch auf unserer Homepage https://familienforschung-blum.de/ zu sehen.

Die ehemalige Kirche von Plotzk
Stallgebäude ehemaliger Hof von Daniel Blum
Das Wohnhaus
Weinverkostung aus uralten Fässern.

	

Viele Jahre ohne Ahnung

So viele Jahre lag das Foto, ohne das man wusste, wen es abbildet, im Hause meiner Schwiegereltern. Doch diese besonders schöne Aufnahme aus der Vergangenheit sprach uns einfach an. Zu schade, einfach so im Fotoalbum zu schlummern. So schaffte es, einmal gut abfotografiert, den Sprung an unsere Flurwand gemeinsam mit unseren Vorfahren. Im September 2018 dann die Überraschung.

Nach über zehn Jahren ergebnisloser Recherche auf der familiären Trauerfeier in der Nähe von Pinneberg. Wir kamen ins Gespräch und ich skizzierte bzw. erzählte von dem Foto. Und plötzlich die Bestätigung, dass es die gleiche Aufnahme auch woanders gibt. Nur noch ein kurzer Moment und dann hielten wir gemeinsam offensichtlich eine Kopie in der Hand. Und das Besondere? Es wurde uns erklärt, dass es sich bei diesem Paar um die Urgrosseltern meiner Ehefrau Angela handelt. Johann und Alwine Konau geb. Gehr. Die Freude um die Auflösung dieses Rätsels ist gross. Und noch eine kleine spannende Begebenheit wusste meine Schwiegermutter Erika zu erzählen. Alwine war die Köchin von Kaiser Wilhelm II. auf seinem Jagdschloss in Göhrde.

Mein Tipp: Bleibt am Ball beim Suchen nach den eigenen Wurzeln. Es lohnt sich!

Villisass (Wieldządz )

Das Dorf Villisaß liegt einige Kilomenter westlich etwa in der Mitte von Rehden und Briesen an einem schönem See. Für die umliegenden Orte und Dörfer bekam es insbesondere am 1900 eine zunehmende Bedeutung, denn dann wurde es Kirchdorf. Dabei war die „Gustav-Adolf-Kirche“ schon von weitem über das flache Land zu sehen.

Ehemalige Kirche von Villisaß (2013)

Unter der Leitung des Pfarrers Johannes Benicken bildete sie insbesondere in den Zwischenkriegsjahren einen Ort des Treffens. Daneben kehrte man auch im Gasthof der Familie Templin gerne ein.

Villisaß (Wieldządz)

Villisaß ist ein kleines Dorf, welches 1900 zu einem Kirchdorf „aufstieg“. Es liegt landwirtschaftlich sehr schön an einem See gelegen. Etwa auf der Mitte westlich von Rehden und Briesen und zentral zu den von unseren Familien seinerzeit bewohnten Orten. Insbesondere die „Gustav-Adolf-Kirche“ war von weitem über das flache Land sehr gut zu sehen.

Kirche Villisaß (2013)

Insbesondere in den Zwischenkriegsjahren war sie unter der Leitung des Pfarrers Johannes Benicken ein wichtiger Treffpunkt für die deutsche Bevölkerung. Auch in den Gasthof der Familie Templin kehrten viele Bewohner der Umgebung gerne ein.

Kobanin

Eine sehr gute Zusammenfassung dieses Ortes bietet die Geschichte des deutschen Dorfes Kobanin in der Dobrudscha von Otto Leyer. Sie wurde von Dr. Albrecht Keller Wiesbaden herausgegeben. Daraus geht u.a. auch hervor, in welch intensiver Weise „unsere“ Verwandtschaft Michael Leyer (*1858) und Immanuel bzw. Emanuel (*1851) an der Gründung und Entwicklung mitgewirkt haben.