Öffentliche Bereitstellung unserer Familiendatenbank

Wir haben uns nach einigen Überlegungen und Tests dazu entschieden, sukzessive die Informationen aus unserer Familiendatenbank auch anderen Hobbygenealogen auf einfache Art zur Verfügung zu stellen. Die Wahl ist auf den kostenlosen Anbieter Familysearch gefallen. Ihr könnt Euch dort ganz einfach unkompliziert anmelden und habt dann den entsprechenden Zugriff zu dem sog. Weltstammbaum (über 1,2 Mrd. Personen). Dies ist ein Stammbaum, an dem über die ganze Welt verteilt, extrem viele Familienforscher Daten erfassen, hochladen und ergänzen bzw. korrigieren. Ein wahrer Fundus für jeden Hobbyforscher. Neben der eigenen Pflege unserer Daten auf unseren Rechnern ist dies eine gute Möglichkeit der Zusammenarbeit. Eine besonders gute Erklärung dazu liefert Georg Palmüller auf Youtube. Wer eine generelle Erklärung zu Familisearch möchte klickt einfach hier.

Inzwischen sind etwa 30 % unserer rd. 18.000 vorhandenen Personen veröffentlicht. Teilweise haben wir auch bereits Fotos hinzugefügt. Der Ausgangspunkt ist einer der beiden Autoren Klaus Blum. Der Schwerpunkt der dort bereitgestellten Daten liegt derzeit auf den Ahnen bzw. den Vorfahren der Familien Blum, Zabel, Konau, Bleyer, Hoting, Schenkel. Jeweiliger Ausgangspunkt der Verlinkung ist der uns am nächsten gelegene Vorfahre.

Daneben sind auch diverse Stammdaten (d.h. Nachfahren) unserer bisher ältesteten Vorfahren der Familien Blum (z.B. ca. 2.500 Personen) mit Ursprung in Baden Württemberg, Meiners und Wardenburg (z.B. ca. 500 Personen) aus dem Ammerland bzw. Barßel bzw. dem Oldenburger Land, Konau aus der Nähe von Lüneburg und Hoting (z.B. ca. 800 Personen) aus dem Ammerland sichtbar. Wir möchten nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass wir bei unseren Forschungen auch von anderen Hobbygenealogen sehr gut unterstützt wurden. Dafür sind wir sehr dankbar. Sie sind unter der Rubrik Quellen genannt. Wir laden Euch herzlich zum bilateralem Austausch ein.

Köterstelle IV – Dirich Dierk Hoting (1729-1799) – Ehemals Cornelius Wehlau

Dirich Dierk Hoting (1729-1799) heiratet 1754 in die von seinem Schwiegervater – Cornelius Wehlau – neu gegründete Köterstelle ein. Er behält aber auch nach seiner Vermählung mit der älteren der beiden Wehlau-Töchter – Anna Margarete (1728-1802) den eigenen Namen bei. Nach dem Tode des Hofbegründers wird diese Köterei durch die Eheleute fortgeführt und an den älteren Sohn Eilert Dirk (1755-1831) vererbt.

Willi (Christoph Heinrich) Konau – Die musikalische Feder in der Familie

Der Grossvater meiner Ehefrau Angela legt früh für das musische Hobby unserer Töchter die genetischen Wurzeln. Willi Konau erblickt am fünften Tage des neuen 20. Jahrhunderts in Neu Darchau an der Elbe das Licht der Welt. Als bisher einizig bekanntes Kind von Johann Heinrich W.H. und Marie E.A. Konau geb. Gehr findet er früh sein Interesse für die Musik. Er spielt Trompete, Geige und das Schifferklavier, gerne in Gesellschaft. Alle seine Söhne treten in seine Fussstapfen und widmen sich in ihrer Freizeit ebenfalls der Musik.

Willi und Günter Konau auf dem Schifferklavier

So nah am Wasser liegt es für Willi auf der Hand, den Schifferberuf anzugehen. Er fährt viele Jahre mit einer Schute die Flüsse rauf und runter. Gut vorstellbar, dass er fröhlich pfeiffend über das Wasser blickt und seine Arbeit verrichtet. Seine Militärzeit verbringt er in Wilhelmshaven und Belgien. Mit knapp dreissig Jahren heiratet er die Grossmutter meiner Ehefrau – Gertrud Daus – , sie ist gerade erst volljährig geworden, das erste Kind ist unterwegs.

Gertrud und Willi Konau

Aus dieser Ehe gehen drei Söhne Wilhelm (1929-1929), Willi (*1931-1991) und mein Schwiegervater Günter (1934-2009) hervor. Doch nur wenige Jahre später nimmt das Schicksal seinen Lauf. Gertrud leidet an einer schweren Lungenentzündung und auch das Herz will nicht mehr richtig. Viele Tage sitzen die Familienmitglieder am Bett der Leidenden. Mit nur 29 Jahren lassen ihre Kräfte endgültig nach. Die Trauer und Belastung für die Hinterbliebenen ist gross. Die Söhne, gerade einmal sechs bzw. drei Jahre alt können den Verlust ihrer Mutter kaum begreifen. Die folgenden Monate sind schwer. Gertrud fehlt an allen Ecken und Kanten, immer wieder die Frage. „Warum musste sie so früh von uns gehen?“.

Aber gut zwei Jahre nach diesem tragischen Familienereignis vermählt sich Willi Konau erneut. Mit der aus Kleinheide stammenden Else Meyer zieht er die zwei weiteren Söhne Werner (1939-2018) und Dieter mit den den älteren gross. Sie feiern mit Willi und Günter 1956 und 1957 gemeinsam deren Hochzeiten.

Und auch Werner und Dieter heiraten später und gründen ihre Familien. So kommen zwischen 1956 und 1989 insgesamt neun Enkel zur Welt. Stolz sind die Grosseltern auf dies Schar ihrer Nachkommen und ganz besonders Willi Konau. Sie spielen gerne mit ihnen. Doch die Geburt der jüngsten Enkelin in Bremerhaven kann er leider nicht mehr miterleben. Mit 88 Jahren schwinden seine Kräfte und so verstirbt er 1988, seine Beisetzung findet auf dem Friefhof in seinem Geburtsort statt. Seine zweite Ehefrau Else überlebt knappe 19 Jahre und verstirbt 2007.

Wir sind dankbar, dass unsere Kinder diese Gene vererbt bekommen haben.

Lokale Berichterstattung des Schicksals der Familie Meiners aus Godensholt

Was man so alles in alten Zeitungen so findet… So wird im Ammerländer vor rd. 160 Jahren sehr dezidiert vom Tod des Familienvaters Oltmann Meiners (1813-1861) aus Godensholt berichtet. Und nur wenige Tage später nimmt das familiäre Schicksal auch in Bezug auf die Vermögensverhältnisse und die Hinterbliebenen seinen Lauf. Eine sehr traurige Geschichte, die in alter schwerer Zeit leider wohl nicht einzigartig war. Aber lest selbst.

Johann Meiners Pionier und Gründer des Dorfes Lohorst in der Gemeinde Edewecht

Unser Opa Johann „Jann“ Meiners hat so einiges gesehen und erlebt. Als sechstes und jüngstes Kind unserer Urgrosseltern Johann und Margarethe Meiners geb. Vohlken erblickt er 1897 auf der Landwirtschaft in Hengstforderfeld (Gemeinde Apen) das Licht der Welt. Früh steht fest, dass entsprechend der langen Tradition sein älterer Bruder Hinrich die familiäre Landwirtschaft übernehmen wird. Doch Johann hilft natürlich auch in der Kindheit bzw. seiner Jugend tatkräftig auf dem Hof mit. Das wird seine Spuren hinterlassen. Zunächst einmal geht er als Knecht in die Nachbargemeinde Edewecht. Dort verdient er im landwirtschaftlichen Bereich seine ersten „Taler“.

Glücklicherweise lernt er bei der Arbeit im Moor auch unsere Oma „Anni“ Hoting kennen. Sie heiraten am 08.05.1925 in der schönen alten Edewechter Kirche, bekommen zwischen 1927 und 1943 insgesamt fünf Kinder, wovon zwei aber leider bereits in der Kindheit sterben.

Die Arbeit auf dem Acker und mit den Tieren macht unserem Opa viel Spass und. Er träumt von einer eigenen Landwirtschaft, seinem eigenen Grund und Boden. Nach weiteren Stationen in Specken, als Gutsverwalter in Ludwigslust und zurück im Norwesten zunächst in Petersfehn und später in Wittenriede ist es dann endlich soweit. Im April 1950 begründet er als erster Siedler im sog. Lupinenfeld den Ort Lohorst. Es entsteht Stück für Stück eine prosperierende Landwirtschaft, die auch heute noch in Familienhand bewirtschaftet wird. In der Freizeit engagiert sich „Jann“ im Heimatverein „Vergnögde Goodheit“. Die Details zum Leben von Jann Meiners und seiner Ehefrau Anni Hoting sind hier zu lesen.

Eine wahre Reise auf den Spuren der Ahnen

2019 unternahmen wir eine Reise nach Odessa. Und dankenswerterweise hatte unsere Gruppe auch Lust mit mir den Ort Plotzk ( Plozk) zu besuchen. Mit Hilfe eines Geschäftsfreundes konnten wir einen Mietwagen und Dolmetscher engagieren. Auf gings, zunächst kamen wir auch recht zügig voran. Wir fragten uns, warum Google-Maps doch so eine lange Anreisezeit (Über drei Stunden für 170 KM) versprach. Eine kurze Nachfrage beim Dolmetscher. Die Antwort: „..ein wenig Geduld…“. Und dann ging es los. Wir mussten von der Strasse, die wirklich grosse Schlaglöcher aufwiess und die Autos weit in der Ferne zu einem Fahrstil animierte, der jedem „vollalkolisierten Autofahrer“ Konkurrenz macht, abfahren. „Ah, dachten wir, jetzt wird nen Schuh draus“. Und nun ging es auf einer echen Sandpiste über viele Kilometer weiter. Ein kurzer Stop in Sarate und Arzis und dann endlich angekommen in Plotzk. Dort erkundeten wir zunächst das Dorf, die nähere Umgebung incl. des alten deutschen Friedhofs. Aber der Höhepunkt und in bleibender Erinnerung ist uns die Einladung der Schwestern geblieben, die einen der beiden ehemaligen Blumenhöfe (Von der Familie Daniel Blum) heute bewohnen. Wir durften uns frei bewegen und wurden dann zum Schluss sogar noch in den Weinkeller zur Verkostung eingeladen. Ganz grossartig diese Begegnung. Vielen Dank. Weitere Fotos sind auch auf unserer Homepage https://familienforschung-blum.de/ zu sehen.

Die ehemalige Kirche von Plotzk
Stallgebäude ehemaliger Hof von Daniel Blum
Das Wohnhaus
Weinverkostung aus uralten Fässern.

	

„Coole“ Klamotten und so viele Haare

Ich kann mich ja schon an die selbst gestrickten immer kratzenden Pullover erinnern, aber in Kombination mit dieser stylischen karierten Hose?! Aber es half nichts, es gelang mir und uns Kindern nur selten, der geplanten Tagesgeraderobe unserer Eltern zu entgehen. Womöglich habt ihr ähnliche Erfahrungen und Erinnerungen zu diesen frühen „Zwängen“ der Erziehungsberechtigten. Und wenn ich dann überlege, wie das heute bei unseren beiden Töchtern so läuft…

Na ja und dann dient das Foto abschliessend als Beweis, dass ich ganz früher mal eine grosse Haarpracht hatte.

Das war ein Winter!…Damals 1979

Da sitzt man so im Sommer draussen und denkt so, was man schreiben kann. Durchblättert alte Fotos und eins der ersten Aufnahmen weckt meine Erinnerungen an einen ganz besonderen Winter, und zwar den im Jahre 1979. Erinnert Ihr Euch noch?

Wegen des starken Schneefalls (er blieb sogar liegen) gab es für uns als Kinder ein paar schöne Tage. Die Schule fiel aus, wir mussten nicht mal unsere Uhr vorstellen, um später zu sagen, dass der Bus zu spät kam ;-). Nein an diesen Tagen war es unzweifelhaft erkennbar, da wird nix gehen in der Schule. Wir konnten uns von morgens bis abends in der von Schneedünen und per Schneeschiebern und Schneefahrzeugen aufgeschobenen weissen Landschaft vergnügen. So kann ich mich erinnern, dass wir von dem Garagendach unten in die Dünen gehüpft sind. Wir haben direkt von der Haustür quasi ein eigenes Schneehaus gebaut. Schneemänner, die eine Grösse von über 2 Meter hatten wurden in gemeinsam „schwerer“ Arbeit geschaffen.